
Es ist die Zeit, sich an die alten Hausmittel zu erinnern und Aspekte der chinesischen Medizin mit dazuzunehmen.

An manchen Tagen werden die niedrigen Temperaturen auch noch von heftigem WIND begleitet. Kälte und Wind, das sind dann schon zwei bösartige Einflüsse in der chinesischen Medizin, und der Wind ist tendenziell der Üblere von beiden. Durch den Wind kann die Kälte schneller und tiefer in uns eindringen. Im gelben Kaiser heißt es: "Durch den Wind entwickeln sich hunderte Krankheiten. Die oberern Körperzonen spüren den Wind als erstes." Er bewegt sich vorzugsweise nach oben und in die äußeren Regionen des Körpers: Gesicht, Haut und Lunge.
Symptome, die jetzt plötzlich auftauchen: Kopfschmerzen, verstopfte Nase, Halskratzen oder auch Schwindel und Schweißausbrüche können mit dem Wind zusammenhängen. Geht der Wind nach innen, ist gleich die Leber mit betroffen. Dann können auch starker Schwindel, Ohrensausen und Taubheit der Gliedmaßen auftreten.

Meine Anregung ist eigentlich ganz leicht und dann doch nicht immer so ganz einfach umzusetzen.
Was bedeutet eigentlich Stille für Sie? Suchen Sie die Stille, meiden Sie die Stille? Wie oft haben Sie Momente, in denen Sie nichts tun?
Wozu eigentlich still sein? Und wenn es doch den Wunsch gibt, dann kommt vielleicht die Frage, wie geht es, oder das soll es gewesen sein und auch noch gut tun!?
Ich möchte Sie ermutigen, es auszuprobieren und nicht soviel zu denken und zu bewerten. Das machen wir sowieso den ganzen Tag.
Steigen Sie einfach mal für kurze Momente am Tag in einen anderen Zug. Der Zug, der da heißt: Stille.
Schön geht das in der Verbindung mit der Natur. In der eigenen Stille kann man den Vögeln lauschen, die Blumen betrachten, den Wind hören und spüren, vielleicht die Sonne oder die Regentropfen wahrnehmen.
Wenn dann die ganzen Alltagsgedanken kommen, lassen Sie diese ruhig kommen - aber auch wieder gehen. Werden Sie nicht zu konkret in den Gedanken und versuchen Sie, Ihr Bewusstsein immer wieder auf die Natur und ihren Atem zu lenken.
Diese Übung kann man schön für sich alleine, auch zu zweit oder mit mehreren machen. Schön ist es auch, in der Familie mal für ein paar Minuten gemeinsam still zu sein. Probieren Sie einfach mal ein bisschen aus, seien Sie kreativ, so Vieles ist möglich.
Die Erweiterung des Alltages um die stillen Momente ist aus meiner Erfahrung eine wertvolle Bereicherung des vollen Lebens.

Aus der Traditionellen Chinesischen Medizin möchte ich Ihnen den Maishaartee ans Herz legen.
Vom Geschmack her ist er leicht süßlich bis neutral und seine Wirkung ist äußerst harmonisierend und stärkt die Mitte. Er wirkt sehr aufbauend für die Milz. Die Milz ist einerseits dafür da, aufgenommene Nahrung zu verarbeiten und andererseits steht sie auch für unsere Konzentration, Gedächtnis und Informationsverarbeitung.
Klassisch TCM-indiziert ist der Maishaartee bei Magen-Darm-Beschwerden, Blähungen und Gallenbeschwerden.
In der Literatur wird er als Universaltee bezeichnet - es können ihn wirklich alle Menschen trinken. Nach dem Abstillen kann er schon das erste Baby-Getränk sein und bis ins hohe Alter auch bleiben.
Auch hier gilt die Grundregel: probieren Sie es aus und machen Sie ihre eigenen Erfahrungen.
500 g Biomöhren abbürsten und ungeschält grob raspeln. Mit 1,5 l Wasser eine Stunde lang auf niedriger Temperatur köcheln. Abseihen und den klaren Sud trinken.
Stärkt die Abwehrkräfte.